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Aktualisiert: 7. Dez. 2025

Als der Aufbau meines Streaming- und Vlogging-Studios schon ziemlich weit vorangeschritten war, wollte ich noch eine etwas stimmungsvollere Beleuchtung integrieren. Wir hatten mal im Wohnzimmer einen Philips UHD-TV mit Ambilight und waren solange von dem Effekt begeistert, bis das Gerät nach viel zu kurzer Zeit einen eklatanten Bildfehler zeigte, der sich dann auch beim Austauschmodell einstellte.


Da ich im Studio einen Aufbau mit zwei Monitoren dicht nebeneinander an der Wand gewählt hatte, wollte ich keine bildsensitive Lösung wie beim Fernseher installieren – inzwischen gibt es ja Nachrüstsets, sodass man jedwedes TV-Modell mit dem ansonsten exklusiven Philips-Gadget nachrüsten kann. Vielmehr hatte ich die Idee, die an den Seiten und zur Rückwand belassenen Abstände zu den Wänden für eine indirekte Illuminierung von unten zu nutzen und habe mich, trotz einiger anderer Lösungen, die es auf dem Markt gibt, für die Philips Hue LightStrips (bezahlter Link) entschieden.



Begrenzte Individualisierung

Für die 2,48 Meter lange und 60 Zentimeter tiefe Arbeitsplatte von Ikea benötigte ich ein Basis Set mit zwei Metern Länge und Netzteil sowie zwei je einen Meter lange Erweiterungs-Module. Diese werden ganz einfach über ein sechsadriges Stecksystem miteinander verbunden und das letzte dann an jener der von Philips markierten Stellen gekürzt, die am besten der eigentlich benötigten entspricht.


Eine komplett exakte Individualisierung gelingt selten, da man das Band nur etwa alle 30cm durchtrennen darf. Bei mir passte es ganz gut: Ich konnte bei 3,70 Metern den Schnitt ansetzen, da durch das Umbiegen an den Ecken noch ein paar Zentimeter verloren gingen und die Lichterkette daher ein wenig kürzer war als die 3,68 Kantenlänge der Platte.


Die Strips sind auf der Rückseite mit doppelseitigem Klebeband versehen, das zwar nicht auf Powerstrip-Niveau liegt, aber dennoch ganz gut klebt. Selbst dem Druck, den ich beim Umbiegen an den Ecken erzeugt habe, konnte die Klebeleistung standhalten. Damit zu Beginn nicht das Netzkabel vorsteht, sondern die Strecke direkt mit einer LED beginnt, habe ich das zu Beginn des Basis-Strips verbaute Kontrollkästchen nach hinten wegeklappt und mit starkem Klebeband ebenfalls an der Tischunterseite befestigt.


Diese Biegung ist die einzige, bei der es immer wieder zu einem leichten Ablösen des Hue Strips kommt. Dies aber nur auf den ersten drei bis vier Zentimetern – dort muss ich noch einmal mit stärkerem Tape nachbessern.


Zwei unschöne Effekte

Aus zwei Gründen würde ich in Zukunft übrigens nicht mehr auf die Variante mit zwei Verlängerungsoption zurückgreifen, sondern zwei Basis Sets mit je zwei Metern Länge nehmen. Zu einen kann ich dann mit beiden in der Mitte der Tischplatte beginnen, wodurch die Netzteile unsichtbar hinter denen als Tischbeine fungierenden Ikea-Besta-Schränken liegen würden.


Zum anderen kämme es dann nicht mehr zu den zwei unschönen Effekten, mit denen ich nun leben muss. Ab einer Länge von zwei Metern lässt nämlich nicht Lichtleistung nach und das Spulenfiepen des Netzteils zu. Zwar reicht die Leuchtstärke in dem kleinen Raum noch immer aus und hüllt ihn – vor allem im Zusammenspiel mit den Philips Hue Discover Wandlampen (bezahlter Link) – bei bunter Einstellung komplett in einen Farbton. Dennoch wäre es schöner, wenn die Stips allein mehr ausrichten könnten.

Nerviger ist da schon das Fiepen. Es ist deutlich hörbar, wenn man eine andere Farbe als Weiß oder Warmweiß wählt und diese dann sehr hell einstellt. Je dunkler und intensiver die Farbe wird, desto lauter die Geräuschbelästigung. Da sämtliche Kabel bei mir hinter dem Schreibtisch verschwinden und es durch den laufenden PC und die eingeschaltete Playstation 5 (bezahlter Link) ohnehin fast immer zu einem leichten Grundrauschen kommt und ich zudem das Headset aufhabe, versendet sich das Fiepen.


Wer die Strips allerdings im Schlafzimmer oder einem anderen eher ruhigen Raum verbauen möchte, sollte auf die oben beschriebene, aber etwas teurere Lösung zurückgreifen und nur Basis Sets kaufen. Die lassen sich in der Hue App und koppeln und anschließend auch über Amazons Alexa oder andere Sprachassistenten mit nur einem Befehl gemeinsam aktivieren. Eine weitere Lösung besteht darin, ein alternatives Netzteil zu kaufen.


Fazit

Die Möglichkeiten sind enorm! Man kann die Hue LightStrips (bezahlter Link) in der App – wie alle anderen Hue Lampen auch – Räumen oder Zonen zuordnen, Stimmungen programmieren, Timings hinterlegen oder sie mit dem Ambilight des Fernsehers matchen. Ob einfarbig, in Wechseloptik oder nur als dimmbare Weißlampe: Mit den Hue Strips lassen sich tolle Effekte ebenso zaubern wie stimmungsvolle Lichtszenarios, die jedem Raum gleich eine ganz andere Stimmung verleihen.


Das Problem mit dem minderwertigen Netzteil, dass gekoppelte Strecken von mehr als zwei Metern Länge nicht vollständig erhellen kann und dann zudem ein unangenehmes, störendes Fiepen von sich gibt, ist absolut unverständlich und sollte von Philips schnell in den Griff bekommen werden. Mit dem LIFX Z LED Light Strip (bezahlter Link) gibt es einen Konkurrenten auf dem Markt, dem zwar der große Markenname abgeht, dafür aber seine Dienste ohne unangenehmes Geräusch verrichtet und zudem ohne Bridge auskommt, da alle Leitungen selbst WiFi-fähig sind.


Wer schon eine Hue Bridge (bezahlter Link) besitzt, der kommt mit den ersten zwei Philips-Metern und ca. 56 Euro ca. 40 Euro günstiger davon als bei den ersten zwei LIFX-Metern. Hat man dieses Zubehör allerdings noch nicht, sieht es anders aus: Das Starter Set mit Bridge schlägt mit ca. 145 Euro zu buche, was dann wiederum fast 50 Euro teurer ist als die Basisversion der Konkurrenz.


Wertung: Philips Hue LightStrips

Design: 8/10

Verarbeitung: 6/10

Preis: 3/10

Leistung: 8/10

HIER DIREKT KAUFEN (bezahlter Link)

Aktualisiert: 7. Dez. 2025

Kann man einen nur 4,5qm großen Raum in ein komplettes Streaming- und Vlogging-Studio mit Multi-Monitor-Setup, Green Screen sowie reichlich Stauraum für Games und Blu-rays verwandeln? In dieser Artikelserie verrate ich es Euch.



Meine Familie und ich leben hier in Hamburg in einem Haus, das mitten im Wasser eines Alsterausläufers liegt. Aus diesem Grund gibt es keine Unterkellerung, und die Mieter müssen mit der reinen Mietfläche klarkommen. Das war zu Beginn mit zwei zusammengelegten Haushalten und damit auch Kellerinhalten ziemlich schwierig, und der kleine Raum, der vom Flur abgeht, wurde von uns als Kellerersatz genutzt. Zum Teil stapelten sich hier nur so die Umzugskisten, Tüten, alte AV-Receiver und dergleichen – bis unter die Decke.



In den vergangenen vier Jahren konnten wir eine Menge davon entsorgen, sortieren, verkaufen oder in andere Stauraummöglichkeiten, die wir in der Zwischenzeit geschaffen hatten, umlagern. Ende 2018 war der Inhalt des Raums derart überschaubar, dass ich über die Weihnachtsfeiertage das Stolmen-Regal von IKEA im Flur ab und in der Kammer wiederaufgebaut habe. Im Flur habe ich anschließend knapp sieben Meter IKEA Pax errichtet – Ihr wisst schon: Stauraum! Das war zwar eine ziemliche Arbeit, hat aber die Fläche ungemein beruhigt.



Nach einigen Wochen im neuen Jahr bemerkten wir allerdings, dass wir den als begehbaren Kleiderschrank vorgesehenen kleinen Raum überhaupt nicht nutzen. Wir sind einfach nicht die Typen dafür, sondern haben eher wieder damit begonnen, dort aktuell ungenutzte Dinge abzustellen.


Die Idee war geboren

Da kam mir die Idee, in der nur 4,5qm kleinen Kammer ein Streaming-, Foto-, Gaming- und Musikstudio aufzubauen. Mit zwei Kindern und zwei Hunden habe ich in der restlichen Wohnung kaum die Ruhe für Streaming und das Musikmachen, zudem sollen die Kids bei härteren Spielen nicht aus Versehen etwas von den brutalen Inhalten aufschnappen.


Nach der Abstimmung mit meiner Frau – an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Dich – habe ich mich mit Feuereifer in das Projekt gestürzt. Und das sieht dann bei mir immer so aus, dass ich sofort loslege, weshalb ich nach dem Ausräumen des Zimmers nicht erst die Wände neu gestrichen habe, sondern direkt mit dem Aufbau der Möbel angefangen habe.



Doof, aber ließ sich dann erst einmal nicht mehr ändern – vielleicht kennt Ihr das ja: Man will sich einfach nicht aufhalten lassen! Inzwischen habe ich die Weihnachtsfeiertage 2019 dazu genutzt, das Streichen nachzuholen. Das war eine ganz schöne Arbeit, schließlich musste ich erst alles wieder abbauen, aber ich finde, es hat sich gelohnt. Ein Special zum Vorteil der Wandfarbe beim Videoshooting folgt später.


Zurück zum initialen Aufbau: Vor dem Einrichten mit Möbeln stand die Planung. Mit einem Lasermessgerät habe ich die Maße genommen. Wenn Ihr selbst ein Zimmer umbauen wollt, achtet dabei auch auf die Fußleisten und bauliche Besonderheiten. Bei uns hängt zum Beispiel ein Netzwerkverteiler an jener Wand, in der sich auch die Revisionsklappe mit den Sicherungen befindet. Während der Kasten vorsteht und dadurch die Breite des Raums begrenzt, sollte die Klappe nicht zugebaut werden. In der hinteren rechten Ecke befindet sich zudem der Kasten mit der Heizungsanlage und den Warmwasserzählern. Beides galt es, in der Planung zu berücksichtigen.



Zunächst habe ich auf meinem Note 9 eine Skizze erstellt. So mache ich das immer, wenn ich in der Wohnung oder in meinem Büro etwas verändern will. Hier mal als Beispiel unseres Schlafzimmers, wie ich es erst gezeichnet und später umgesetzt habe.


Möbel müssen her

Nach dieser Mood-Skizze habe ich mich auf die Suche nach passenden Schränken gemacht. Da wir sehr gute Erfahrung mit der BESTA-Serie von IKEA gemacht haben, die man immer wieder anders arrangieren und zum Beispiel mit Holzbrettern leicht pimpen kann, ist die Entscheidung schnell auf dieses System gefallen. Insbesondere auch, da es Korpus-Tiefen von gerade einmal 20cm bietet. Das ist nicht nur ideal, um darin Blu-ray- und DVD-Hüllen aufzubewahren, sondern ist auch genau jene Tiefe, die ich brauchte, um den Heizungskasten verschwinden zu lassen.



Die kleine Differenz in der Höhe zwischen den BESTA-Regalen der unteren beiden Reihen und dem Heizungskasten habe ich mit Brettern und Filzunterlegern ausgefüllt. Damit konnte ich den darüber liegenden Korpus leicht positionieren, habe ihn dann aber zusätzlich an der Wand verschraubt, damit der Druck nach unten im befüllten Zustand nicht zu hoch wird. Für mehr Stabilität habe ich sämtliche Schränke miteinander verschraubt und jeden zweiten an der Wand fixiert.



Für die Verblendung der Heizungsbox habe ich zwei weitere Tür- oder Schubladenfronten gekauft, sie miteinander verbunden und Winkel angebracht, mit denen ich den gesamten Sichtschutz zwischen Kasten und Holzbretter klemmen kann. Am Ende ging es dann noch ans Einräumen der vielen Spiele, DVDs und Blu-rays. So habe ich immer alles dort, wo ich es brauche und konnte es auch gut nach Systemen und Genres sortieren.



Küchenplatte als Schreibtisch

Zuvor hatte ich bereits das Schreibtischelement zusammengebaut, das ebenfalls aus BESTA-Korpussen, die ich an den Seiten 40cm und in der Mitte – für die Beinfreiheit – 20cm tief gewählt habe, sowie der IKEA Küchenarbeitsplatte aus Eiche besteht. Die ist 2,48m lang, passt damit perfekt mit genug Spielraum zu den Wänden und hätte mich beim Hochschleppen im Treppenhaus fast erschlagen. Durch das hohe Gewicht, das mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre, hält sie zumindest die Unterschränke sehr gut an ihren Plätzen.



Das geniale: Die weniger tiefen Schränke in der Mitte lassen sich aufgrund der angeklebten Filzgleiter trotzdem noch sehr leicht herausziehen und geben dann die versteckte Verkabelung frei – falls ich doch noch mal etwas herumstöpseln will oder muss. Die Außenschränke habe ich aus diesem Grund nicht ganz bis hinten durchgeschoben. So bleibt hinter ihnen noch genug Platz für die Technik.



Apropos Technik! Bei diesem Thema habe ich es mir nicht leicht gemacht und wirklich tagelang recherchiert, ausprobiert, verworfen, geflucht und neu gekauft. Bei manchen Fallstricken rauchte mir wirklich der Schädel. Wenn Ihr wissen wollt, warum ich welche Monitore ausgesucht und wie ich sie an die Wand gebracht habe, findet Ihr hier in der nächsten Woche den zweiten Teil des Making ofs. Am Ende wird es zudem ein Video des Studios mit noch mehr Erklärungen und Tipps für Euren eigenen Aufbau geben.

Aktualisiert: 7. Dez. 2025

Wenn man mit dem Streaming oder Vlogging beginnt, weiß man zunächst nicht genau, was man eigentlich dafür braucht und was nicht. Klar, ein Mikro, eine Kamera, eine Speicherkarte und natürlich die Inhalte. Aber mit der Zeit kommt man immer wieder in Situationen, die nach neuem Equipment schreien oder bei denen die aktuelle Lösung an ihre Grenzen stößt. Bei Kameras geht es dabei um Verschlusszeiten, Rauschverhalten in dunklen Szenen, Videoqualität und dergleichen. Und beim Sound wird einem schnell bewusst: Mit nur einem Modell wird man niemals in allen Situationen das beste Ergebnis erzielen.



Das Lavalier Mikrofon

Stellt Euch folgende Situation vor: Ihr habt Euch für eine Vlogging-Kamera und ein Lavalier-Mikrofon (bezahlter Link) entschieden – das sind diese kleinen Modelle, die man mit einem Klipp an Hemd oder Pullover befestigen kann. Diese Kombination funktioniert gut. Zumindest immer dann, wenn Ihr einen genauen Plan von dem habt, was Ihr eigentlich aufnehmen wollt. Dreht Ihr also gerade ein Special über die neueste 360-Grad-Kamera, werdet Ihr unterwegs wahrscheinlich ausschließlich Eure eigenen Gedanken dazu teilen und die Testschritte, die Ihr gerade aufnehmt, kommentieren.


Seid Ihr aber ohne konkretes Konzept unterwegs – zum Beispiel bei einem Reise-Vlog –, kann es immer mal passieren, dass Ihr in eine unerwartete Gesprächssituation kommt. Das Lavalier-Mic wird in diesem Fall immer nur Eure Stimme klar und präsent aufzeichnen, die Eures Gesprächspartners aber nur dünn und entfernt. Natürlich schneidet auch das Kameramikro mit, aber dann habt Ihr zwei verschiedene Klangcharakteristika innerhalb des Interviews, die Ihr in der Post Production nur mit viel Mühe und selten mit dem erhofften Ergebnis angleichen könnt. Einmal ganz abgesehen von der eher mauen Qualität der meisten integrierten Kamera-Mics.


In diesem Fall ist ein auf die Kamera aufgestecktes Richtmikrofon die bessere Lösung, da es automatisch immer in Richtung des Motivs zeigt und sowohl Umgebungsgeräusche aus diesem Bereich als eben auch die Stimme einer dort sprechenden Person einfängt. Könnt Ihr Interview-Aufnahmen vorab planen, und sollen die Personen sich beim Filmen auch noch bewegen (zum Beispiel bei einer Begehung einer Produktionsanlage, oder einfach einem Walk and Talk durch die Stadt), spielt wieder das Lavalier-Mikrofon seine Stärken aus. In diesem Fall benötigt Ihr dann pro Person ein eigenes Modell (hier gern identische Verwenden) samt Audio-Recorder, oder eine Funklösung, die alle Signale zu einem einzelnen Recorder schickt.


Lavalier Mikros sind neben dem eingangs erwähnten Solo-Vlog und planbaren Interviews immer dann sehr gut, wenn man bei statischer Kamera selbst vollkommene Bewegungsfreiheit haben möchte. Im Studio könnt Ihr dann auch mal was aus dem hinteren Regal holen, ohne dass Eure Stimme dabei flöten geht. Auch wenn Ihr einen Clip über eine neue Drohne drehen und Euch an dem Schauplatz frei bewegen möchtet, ohne dabei stets die Platzierung des Mics zu beachten, ist ein Lavalier der richtige Begleiter. Allerdings fängt es dafür nicht so viele Umgebungsgeräusche ein, wie ein Richtmikrofon.


Das Richtmikrofon

Wie ein Lavalier-Mic ist ein Richtmikrofon ein Modell aus der Gruppe der Kondensator-Mikrofone, die eine Phantomspeisung benötigen – also Strom. Beim Lavalier steckt die Batterie zumeist in einer Box in der Mitte des Kabelwegs, die dann auch den Ein- und Ausschalter sowie in manchen Fällen den Schalter zum Aktivieren einer Rauschunterdrückung bereithält.


Während das kleine VideoMic Go von Rode ohne zusätzliche Power auskommt und daher sehr leicht und ideal für den schnellen Immer-dabei-Vlog ist, benötigt das potentere und wesentlich voluminöser, reifer und natürlicher klingende Rode NTG4+ (bezahlter Link) die genannte Zusatzenergie. Dafür ist es aber nicht auf die unter anderem von einigen mobilen Recordern, wie dem H6 von Zoom (bezahlter Link), zur Verfügung gestellte Phantomspeisung angewiesen, sondern funktioniert mit einem integrierten Akku.



Ein Nachteil dieses Modells ist sein Gewicht: Mit 176 Gramm sorgt es dafür, dass man zusammen mit der Kamera, einem Objektiv, dem Audiorecorder und ggf. noch einem LED-Light auf gut und gern 2kg Gesamttraglast kommt, die man mit einer Hand auf dem mobilen Stativ durch die Gegend trägt. Das Ergebnis dieser Kombi ist dafür derart beeindruckend, dass man den Muskelkater bei hochwertigen Filmvorhaben gern in Kauf nimmt.


Das dynamische Mikrofon

Mit einem dynamischen Mikrofon, wie dem SM7B von Shure (bezahlter Link), könnt Ihr Eurer Stimme oder denen von Interviewpartnern im Studio noch einmal einen Extraboost Präsenz, Wärme und Volumen verleihen. Diese Modelle benötigen keinen Strom, dafür aber einen potenten Vorverstärker. Da mein Rubix 22 von Roland (bezahlter Link) diesen nicht bietet, habe ich mir mit dem CloudLifter CL-1 (bezahlter Link) beholfen, der das Signal des Mikrofons, bevor es in das Audio Interface gelangt, um 25db anhebt. So kann das Mikrofon seine volle Bandbreite ausspielen und wird nicht durch die Limitierungen des Interfaces gebremst.


Neben dem satten Sound des SM7B (bezahlter Link) hat es noch einen weiteren Vorteil für Voice-Over- oder Streaming-Situationen: Es registriert kaum Umgebungsgeräusche. So wird Eure Kommunikation mit den Followern auf twitch, Mixer und Co. nicht durch das Klappern der Tastatur gestört. Das bedeutet allerdings auch, dass Ihr selbst nicht zu weit von dem Mikrofon entfernt sein solltet.


Fazit

Mit einer Kombination aus Shotgun- und Lavalier-Mikrofon kommt man in den meisten Vlogging-Situationen zurecht und ist mit dem Richtmikrofon auch beim Streamen gut beraten. Wer etwas mehr Geld ausgeben kann und will, der nutzt für den Stream zusätzlich ein dynamisches Modell. Das verleiht der Stimme mehr Rundungen und Wärme und zeichnet etwaige störende Nebengeräusche, wie zum Beispiel das Klappern der Tastatur, reduzierter auf als die zuvor genannten Optionen. Für den Start reicht auch ein günstiges Lavalier-Mic, das sowohl draußen als auch indoor sehr praktikabel ist und passable Ergebnisse liefert.

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